Begleithundeprüfung Okt. 2009
Begleithundeprüfung der Oberbayerischen Sportlergang – AG Sheltie am 18.10.09 in Obermaxkron/Penzberg
|
An einem sonnigen, goldenen Oktobersonntag trafen sich zehn Mensch-Hund-Teams mit Richterin Renate Kalteis … Ja, so würde ich gerne meinen Bericht beginnen, aber leider war es etwas anders: Bereits am Morgen des 18.10.09 hätte ich den Sprecher im Radio am liebsten gewürgt, als dieser fröhlich verkündete, dass wir nur noch einen Tag das miserable Wetter durchhalten müssten, ab morgen würde es wieder besser. Schließlich fand unsere BH-Prüfung an dem miserablen Tag statt, und nicht am nächsten. Richterin Renate Kalteis ging dann auch sogleich bei ihrer Begrüßung auf das „Hundswetter“ ein (Regen, Schnee, Graupelschauer, eisiger Wind …) und meinte, wir sollten kämpfen bis zum Schluss, sie würde auch ihr Möglichstes tun, um diesem Prüfungstag etwas Positives abgewinnen zu können. Sieben Sheltie-Damen hatten sich mit ihren Frauchen zu dieser Prüfung eingefunden, zusätzlich noch zwei Hundeführerinnen unserer Nachbarn, der „Lustigen Hunde Maxkron“ sowie ein Starter des SGV Penzberg. Uns allen taten die warmen Worte Renates gut und so machten wir uns ans Werk. Natürlich klappte nicht alles so wie gewünscht. Stella verrenkte sich auf der Suche nach ihrem Herrchen fast den Hals, was Florian veranlasste, schnellstens das Prüfungsgelände zu verlassen, um hinterher keinen Ärger mit seiner Frau Ulrike zu bekommen. Fiona hatte Florian schon längere Zeit nicht mehr gesehen und begrüßte ihn freudig in der Personengruppe, was an dieser Stelle natürlich völlig unerwünscht war. Varina versuchte, mit ihrem Frauchen Christel zu diskutieren, ob sie wirklich so lange und so weit weg von ihr liegen bleiben müsste. Leonie meinte, ein astreines „Steh aus der Bewegung“ sei angesichts der Witterungsverhältnisse ausreichend, um nur ja kein edleres Körperteilchen mit dem nasskalten Boden in Berührung bringen zu müssen. Spannend fand ich auch meinen Start mit Josie. Eigentlich wollte ich noch einmal mit Fari starten, doch die Hündin erkrankte plötzlich am Vorabend der Prüfung und ihr Zustand besserte sich auch über Nacht nicht deutlich, sodass ich am Prüfungsmorgen spontan beschloss, mit Josie an den Start zu gehen. Ihre letzte Begleithundeprüfung lag schon drei Jahre zurück und wir hatten in der Zwischenzeit viel Dog Dancing und Agility geübt, aber nichts Spezielles für eine BH! Vor allem der sturzlangweiligen Übung „Ablegen unter Ablenkung“, bei der ein Hund in 30 Schritt Entfernung zu seinem Hundeführer knappe 10 Minuten liegen bleiben muss, waren wir konsequent aus dem Weg gegangen. Josie setzte sich dann auch tatsächlich bei dieser Übung kurz auf, um irgendwas besser sehen zu können, legte sich dann aber Gott sei Dank wieder hin und spulte den Rest des Programmes brav herunter. Dies galt auch für alle anderen Sheltie-Mädels, sodass der erste Teil der Prüfung von allen locker bestanden wurde. Vor allem Lulu zeigte sich von allen Widrigkeiten völlig unbeeindruckt und legte die beste Unterordnung des Tages hin. Den anschließenden Verkehrsteil konnten wir alle entspannt angehen, waren wir uns doch bewusst, dass unsere Hunde gut sozialisiert und verträglich sind, keine Radfahrer und Jogger fressen, sich in einer größeren Menschengruppe vorbildlich benehmen können und sich auch untereinander gut verstehen. Dies galt auch für die Hunde unserer Gäste, sodass Renate zu guter Letzt allen das Urteil „Bestanden“ attestieren konnte. Für die Oberbayerische Sportlergang – Arbeitsgruppe Sheltie waren dies: Olga Staudinger mit Fiorella Black of Silver-Shadow (Fiona) und Leonie of Silver-Shadow Ulrike Franz mit Crystal Blue of Silver-Shadow (Stella) Christel Ziegert mit Ulrike vom Aalbäumle (Varina) und Xuxa Honey Bee vom Stromberger Land (Lulu) Sabine Stürzlmayer mit Farahnaz of Golden Heart und Black Josie of Silver-Shadow Jüngste und älteste vierbeinige Starterin kamen aus unserem Haushalt: Fiona im Besitz meiner Mutter war am Prüfungstag knapp 16 Monate, meine Farahnaz dagegen schon über 11 ½ Jahre alt! Mein Dank gilt all denen, die zum Gelingen dieser Prüfung beigetragen haben: Richterin Renate Kalteis, die sich durch das schlechte Wetter ihre gute Laune nicht hat vermiesen lassen. Gleiches gilt für den Prüfungsleiter Gerhard Rubner, der zusammen mit Renate ein fröhliches Duo auf dem Platz bildete. Ulrike hatte wieder wunderschöne Urkunden gestaltet, die durchaus als Sammlerstücke taugen. Christel (von Christels Hundebäckerei) hatte für jeden startenden Hund eine Tüte mit leckeren, selbst gebackenen Hundekeksen spendiert und auch noch die Hunde des Prüfungsleiters und der Richterin mit je einem ganzen Korb voll Hundekuchen bedacht. Darüber hinaus war der von ihr mitgebrachte und aufgestellte Pavillon als Zufluchtsort vor dem „Sauwetter“ Gold wert. Meine Mutter hatte in akribischer Kleinarbeit für jeden Starter ein kleines Glückpilzchen aus Holz und Filz gebastelt. Diese Figürchen fanden großen Anklang und brachten ja dann auch tatsächlich jedem Mensch-Hund-Duo Glück. Außerdem hatte sie für die Richterin noch ein Kissen mit Border Collie-Motiv genäht. Tausend Dank natürlich auch unseren Nachbarn, den „Lustigen Hunden Maxkron“, die uns zum wiederholten Male ihr weitläufiges Gelände zur Verfügung gestellt hatten. Ein herzliches Vergelts Gott auch allen Kaffee-, Tee-, Glühwein und Kuchenspendern sowie allen, die stundenlang in der Personengruppe ausgeharrt hatten, was bei dem Wetter nun nicht das reinste Vergnügen war. Unsere Arbeitsgruppe besteht aus relativ wenigen Menschen mit relativ vielen Shelties (derzeit vier aktive Frauen mit 14 Shelties sowie einem Frauchen-Sheltie-Duo in Baby-Pause). Es ist für uns nicht einfach, eine solche Veranstaltung auf die Beine zu stellen, aber wir haben es gepackt. Mädels, Ihr seid spitze!!! Sabine Stürzlmayer für die Oberbayerische Sportlergang – AG Sheltie
|