Sheltie-Sporttag bei der Oberbayerischen Sportlergang

– Arbeitsgruppe Sheltie


Am 29.07.07 organisierte unsere Arbeitsgruppe einen Sheltie-Sporttag in Maxkron bei Penzberg. 17 Shelties und ein „brasilianisches Kampfäffchen“ (ein winzig kleines, aber rotzfreches Mischlingshündchen) trafen sich mit ihren Frauchen und Herrchen zum gemeinsamen Spiel, Sport und Spaß. Shelties der verschiedensten Stilrichtungen, Farben, Größen und Altersgruppen waren zu sehen. Das jüngste Sheltie-Mädchen Josie war zwei Jahre, der älteste Sheltie-Mann Lucky 14 Jahre alt.

Gleich zu Beginn beschäftigten wir uns mit verschiedenen Übungen aus dem Begleithundetraining: Laufen durch eine Mensch-Hund-Gruppe, Ablegen in einer dichten Personengruppe, Hineinrufen in diese Gruppe usw. Beeindruckend war hier vor allem das Verhalten der blue merle Hündin Tanja, die die ersten Jahre ihres Lebens nicht gerade auf der Sonnenseite verbracht hatte und erst durch eine Beschlagnahme aus unsagbaren Zuständen gerettet wurde. In ihrem neuen liebevollen und geduldigen Zuhause lernte sie, Vertrauen zu Menschen zu fassen, was auch bei diesen Gruppenübungen erkennbar war. Danach wandten wir uns dem Clicker-Training zu. Leonie zeigte mit Begeisterung „Freiarbeit“ mit dem Clicker, d.h. der Hundeführer manipuliert in keiner Weise, der Hund bietet von sich aus verschiedenste Verhaltensweisen an und das, was seinem Menschen gefällt, wird angeclickt und mit Leckerlie bestätigt. Leonie kennt diese Vorgehensweise und überrascht immer wieder mit neuen Ideen. Josie zeigte die Arbeit am Pylonen. Mit dem Clicker kann der Hund in erstaunlich kurzer Zeit lernen, voraus zum Pylonen zu laufen. An dieser Übung probierten sich dann alle Mensch-Hund-Teams und es war schon erstaunlich zu sehen, wie schnell der Groschen bei den Vierbeinern fiel, selbst wenn sie bis dahin noch nie mit dem Clicker gearbeitet hatten. So wurde beispielsweise der elf Jahre alte Lasko binnen Minuten zum Clicker-Fan. Auch seine beiden Kumpels Dusty und Gipsy begriffen sehr schnell, dass das Laufen zum Pylonen Click und Leckerlie bedeutete. Elemente aus dem Dog-Dancing wie Twists und Turns wurden von Ulrike Franz und Sunny gezeigt, anschließend von allen mit dem Clicker geübt und dann ging es in die wohlverdiente Mittagspause. Nachdem wir uns alle mit Pizza ausreichend gestärkt hatten, wandten wir uns am Nachmittag zunächst einmal dem Agility-Training zu. Der Parcour bestand aber nicht aus den üblichen wettkampftauglichen Geräten, sondern aus leichteren, teilweise „faltbaren“ Hürden, Tunneln, Reifen und Slalom, welche man wesentlich günstiger als die „festen“ Geräte erwerben und problemlos im Gartenhäuschen oder Keller deponieren kann. Wir wollten schließlich zeigen, dass Agility durchaus auch gartentauglich sein kann. Die Turniergänger zeigten zuerst ihr Können, danach waren die Anfänger dran. Nachdem die erste Scheu vor den Tunneln und Hürden überwunden war, fanden auch Sandy und Cassie ihren Spaß an diesem Sport. Den letzten Programmpunkt des Tages bildeten sogenannte Intelligenzspiele für Hunde. Hütchen mussten gezogen, Holzscheiben gedreht oder Holzdeckelchen von den Vierbeinern gehoben werden, um an die Leckerchen zu gelangen. Es war interessant zu beobachten, wie dabei die Charaktere der Shelties deutlich wurden. Auryn arbeitete an den Hütchen schnell und präzise, ihr Halbbruder Charly drohte am selben Spiel zunächst zu verhungern, meinte dann, die Holzhütchen zerbeißen zu müssen, um an Nahrung zu gelangen und kapierte schließlich doch, dass es mit Herausziehen schneller geht als mit Zerbeißen. Joyce drehte mit Bedacht und absoluter Hingabe an den Scheiben des „Dog Tornado“ und erreichte mit beharrlicher Geduld sämtliche darin versteckten Futterstückchen. Ihre Gefährtin Cinja dagegen ließ das gleiche Gerät wirklich zum Wirbeln bringen, ähnlich wie sie sich auch im Agility-Parcour gebärdet.

Bei Kaffee und Kuchen klang dieser wunderschöne Tag aus. Herzlichen Dank allen Mitwirkenden fürs Mitmachen, für die Kuchenspenden oder auch nur fürs Zuschauen, dekoriert mit netten Bemerkungen („Meine Frau ist definitiv zu langsam für diesen Hund.“, O-Ton Florian). Vielen Dank vor allem den Lustigen Hunden Maxkron, die uns zum wiederholten Male ihr weitläufiges Gelände zur Verfügung gestellt haben. Wir werden uns durch tatkräftige Mithilfe bei Eurem Turnier revanchieren.

Sabine Stürzlmayer

Oberbayerische Sportlergang – Arbeitsgruppe Sheltie